E-Lernen an der HSU / UniBw H
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Einleitung

Die nachfolgende Darstellung versucht, die Lösung eines einfachen Falls, der rechtlich keine Probleme enthält, anhand der Denktechnik des absteigenden Syllogismus (Obersatz - Untersatz - Schlusssatz) in ihre kleinstmöglichen Denkschritte zu zerlegen, um sie für alle Leser (selbst ohne juristische Vorkenntnisse) nachvollziehbar zu machen. In einer Klausur brauchen diese Denkschritte nicht in ihrer Gesamtheit schriftlich fixiert zu werden. Im Gegenteil lassen sich - bei entsprechender Übung - einige der nachfolgenden Schlüsse intuitiv in einem einzigen Satz ohne besondere Erläuterungen ziehen, da sie rechtlich nicht weiter problematisch sind. Ein - zumindest gedankliches - Vorgehen nach dem nachfolgenden Schema hilft aber dabei, die rechtlichen Gesichtspunkte in der richtigen Reihenfolge zu präsentieren und keinen wichtigen Gesichtspunkt zu vergessen.
In der Klausurpraxis empfiehlt es sich, Anspruchsprüfungen der nachfolgenden Art zunächst stichwortartig auf Konzeptpapier vorzubereiten.

Die Falllösung sollte immer nach folgendem Schema entwickelt werden:
Obersatz

Suchen einer rechtlichen Regel, die eine Antwort auf eine zuvor gestellte Frage gibt. Zu Beginn einer Prüfung ist dies die Anspruchsgrundlage (quasi als Antwort auf die Fallfrage), die eine Aussage darüber trifft, wer unter welchen Voraussetzungen Ansprüche der gesuchten Art gegen einen anderen besitzt.

Untersatz

Suchen der nach der Regel benötigten Voraussetzungen im Sachverhalt und wertender Vergleich, ob diese im konkreten Fall vorliegen.

Schlusssatz

Feststellung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind oder nicht.
Legende:

Arbeitsanweisungen sind mit einem Pfeil ("→") vor dem Text gekennzeichnet.
Allgemeine rechtliche Anweisungen erfolgen in brauner Schrift.
Auf den Fall bezogene Ausführungen sind durch grüne Schriftfarbe kenntlich gemacht.




Sachverhalt (Animation)